Menschen Frauen Kinder Rechte
Header

453339_original_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de-1200Von guten Bloggern und bösen „Rassisten“. Oder etwa umgekehrt?

Nun ist er auch in der Bloggerszene angekommen: Der Rassismus-Stempel. Dort liegt er in den untersten Schubladen – aber dort immerhin ganz oben – stets griffbereit, um nach Belieben für Ansichten, Meinungen, andere Menschen und Blogger zum Einsatz zu kommen, Diskurse nachhaltig zu vergiften sowie Denk- und Sprechverbote zu erteilen.

Auch ich habe ihn erhalten, diesen Stempel. Also – nicht in einer Schublade – sondern als Label auf meinem Reise-Blog. Und auf mir. Das Vergehen: In einer Artikel-Trilogie über „Reisen und die Sache mit der Ethik„, „Reisen und die Sache mit der Toleranz“ und „Reisen und die Sache mit der Empathie“ habe ich dargelegt, warum bestimmte Länder besser auf eine Reise-No-Go-Liste gehören – zum Schutz der eigenen Würde als Reisende/r und als Chance für gesellschaftliche Veränderung.

Von diesen Ausführungen fühlten sich in einer Facebookgruppe ein paar Alt-Blogger – die eben jene No-Go-Länder toll finden – arg auf den Schlips getreten. Dürftigen Argumenten folgten jede Menge persönliche Anwürfe in einer ideologisch aufgeblähten Diskussion – und Zack!- kassierte ich den Rassismus-Stempel, wurde aus der Gruppe verbannt und inspirierte die wackeren Antirassismusfighterinnen zur Gründung einer neuen Krümelgruppe mit dem kreativen Namen „Blogger gegen Rassismus“. Als Beiträge „gegen Rassismus“ finden geneigte Leser dort u.a. Artikel über eine „Toilettenfrau, die mich lehrte, einen Nijab richtig zu binden“ oder Erläuterungen, warum es moralisch vertretbar sei, in den Iran zu reisen sowie Unterweisungen in politisch-korrektem Neusprech zur Vermeidung „rassistischer Formulierungen“ bei Blog-Artikeln. (mehr …)

Anstatt sich für den unbedingten Schutz potentieller Opfer einzusetzen sorgt sich Ursula Walch vor allem um die "Stigmatisierung" der Täter

Der österreichische „standard“ veröffentlichte heute ein Interview mit der Hebamme Ursula Walch, die in Wien einen Verein gründete, um genitalverstümmelte Frauen im Senegal medizinisch zu betreuen. Gleichzeitig sitzt sie „im Expertinnenbeirat für FGM der Stadt Wien“.

„Da niemand das geschehene Unrecht rückgängig machen kann, möchte ich wenigstens helfen, das angetane Leid zu mildern.“ schreibt sie auf ihrer WebSeite. So weit so gut – denn sicher ist es löblich, den Opfern dieser Gewalttaten in jeder Form zu helfen – wäre da nicht unerträgliche Heuchelei im Spiel, wie ein Kommentator feststellt:

Oft 90% aller Mädchen eines Landes Opfer – aber Walch sorgt sich vor allem um „Stigmatisierung“?

Walch ist eine typsche Vertreterin jener weißen Heuchlerinnen, die einerseits Betroffenheit vorgaukeln angesichts der „schlimmen Folgen“ der Verstümmelungen, während sie diese gleichzeitig als „Beschneidung“ verharmlosen und – anstatt sich ohne wenn und aber für den unbedingten Schutz der Opfer einzusetzen, u.a. durch strenge Kontrollen, wie das Verstümmelungsopfer Waris Dirie erst kürzlich erneut forderte – sich vor allem um die (frei erfundene) „Stigmatisierung“ der Tätergruppen sorgt und dem Kampf gegen diese Gewalttaten damit einen mächtigen Bärendienst erweist!
Kein Wunder, dass – wenn solche „Expertinnen“ in irgendwelchen Beiräten mitmischen, Mädchen in Österreich bislang vergeblich auf Schutz oder Verurteilung der Täter hoffen! (mehr …)